- Forschungs- und Erinnerungsarbeit zu Zwangsarbeiterschicksalen und NS-Geschichte im Harzgebiet -
Koscher Kuren? Jüdische Kurgäste in Bad Harzburg - Eine Doppelveranstaltung am Samstag, 29. Juni 2019 in Bad Harzburg
Stadtrundgang und Vortrag am 29. Juni 2019 ab 15 Uhr in Bad Harzburg

Gedenken an die Opfer der Überfälle von SA und SS auf jüdische Bürgerinnen und Bürger in Bad Harzburg
Gedenkveranstaltung, Freitag, 9. November 2018, Bad Harzburg

Geschichte der Rüstungsproduktion der Pulverfabrik Kunigunde bis zum Ende des 2. Weltkrieges
Vortrag des GHV - Geschichts- und Heimatvereins Dörnten e.V.

Film - Wir sind die Juden von Breslau
Filmvorführung am Sonntag, 28.10.2018 um 17:30 im Goslarer Theater, Breite Straße 78, Goslar

Einladung - 20 Jahre Spurensuche
05.11.2018, 19 Uhr, im Großen Heiligen Kreuz, Goslar

"Rechtsextremismus im Nachkriegsdeutschland der Region Nordharz"
Vortrag von Dr. Peter Schyga, 24.05.2018 18:30, ehem. Standesamt Goslar

"Die blutige Rosa? Terror und Gewalt in der Politik von Rosa Luxemburg"
Vortrag mit Dr. Jörn Schütrumpf, 04.05.2018 19:99, Restaurant Platon, Bäringerstr. 6, Goslar

"Die 'Harzburger Front' von 1931 und heutiger Rechtsextremismus - Parallelen und ideologische Wurzeln"
Vortrag von Markus Weber, 03.05.2018 18:30, ehem. Standesamt Goslar

Erinnerungsstätten an Unmenschlichkeiten des Nationalsozialismus im Landkreis Goslar

Der Landkreis Goslar - eine übersicht

Der Landkreis Goslar in seiner heutigen Gestalt ist aus den drei niedersächsischen Gebietsreformen 1972, 1974 und 1977 hervorgegangen und dehnt sich in auffälliger Nord-Süd-Richtung über 964 Quadratkilometer aus. Er ist sowohl ein Harzkreis als auch ein Vorharzkreis. Der Waldanteil an seiner Gesamtfläche beträgt fast 60%. Gewerbe und Industrie sind im wesentlichen am Nordharzrand angesiedelt.

Seine mehr als 155 000 Einwohner weisen in Bad Harzburg und Goslar einen überdurchschnittlichen Anteil von älteren Mitbürgern - 65 Jahre und älter - aus.

Fremdenverkehr, Bildungsstandorte, Dienstleistungen, Gewerbe und Industrie sowie Land- und Forstwirtschaft prägen das Erwerbsleben des Landkreises. Große Teile der Wälder liegen im Naturpark und Nationalpark Harz. Seit 1999 hat der Landkreis eine "eingleisige" Verwaltung. An seiner Spitze steht Landrat Peter Kopischke aus Seesen.

Der Landkreis Goslar umschließt verwaltungsmäßig zehn kommunale Einheiten mit folgenden Stadt- bzw. Ortsteilen: Bad Harzburg mit Bettingerode, Bündheim, Eckertal, Göttingerode, Harlingerode, Schlewecke und Westerode; Braunlage mit Hohegeiß; Goslar mit Hahndorf, Hahnenklee-Bockswiese, Jerstedt und Oker; Langelsheim mit Astfeld, Bredelem, Lautenthal und Wolfshagen; Liebenburg mit Groß und Klein Döhren, Dörnten, Heimerode, Heißum, Klein Mahner, Neuenkirchen, Othfresen und Upen; Lutter a. Bbge. mit Hahausen, Nauen, Neuekrug, Rhode und Wallmoden (Bodenstein, Alt- und Neuwallmoden); Samtgemeinde Oberharz mit den Mitgliedsgemeinden Altenau und Clausthal-Zellerfeld einschließlich Buntenbock, Schulenberg und Wildemann; Sankt Andreasberg; Seesen mit Bilderlahe, Bornhausen, Engelade, Herrhausen, Ildehausen, Kirchberg, Mechtshausen, Münchehof und Rhüden; Vienenburg mit Immenrode, Lengde, Lochtum, Weddingen, Wennerode, Wiedelah und Wöltingerode.

Erinnerungsstätten und Gedenksteine im Kreisgebiet

Wegen der Vielschichtigkeit der historischen Vergangenheit und seines Zusammenwachsens aus verschiedenen Gebietsteilen sind neun der zehn Kommunen gleichlautend schriftlich befragt worden, ob in ihrem "Einzugsbereich" Gedenkstätten und/oder -orte für die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft errichtet worden seien. Sie wurden außerdem befragt, welchen "Charakter" (Stein, Tafel o.ä.m.) diese hätten, wer sie geschaffen habe, seit wann sie bestünden, wo sie sich befänden, wer sie betreue, ob es Publikationen über sie gäbe und ob sie öffentlich zugänglich seien.

Inzwischen haben alle geantwortet, allerdings mit unterschiedlicher Ausführlichkeit und Bereitwilligkeit. Die Ergebnisse dieser Befragung sind - was das Auffinden der Stätten betrifft - in alphabetischer Reihenfolge der Kommunen festgehalten worden und sollen das Wiederfinden und Erinnern erleichtern. Die Kommunen Liebenburg und Lutter a. Bbg. haben keinerlei derartige Erinnerungsstätten in ihren jeweiligen Einzugsbereichen. Auf eine umfassende Darstellung der Geschichte des Nationalsozialismus wird verzichtet und entsprechendes Grundwissen vorausgesetzt. Die Literaturhinweise können bei der Vertiefung helfen.

"Erblasten" des Landkreises Goslar sind - unter Einbeziehung der Stadt Goslar - aus seiner kurzen "braunen" Vergangenheit zum einen, dass die Stadt Goslar "Reichsbauernstadt" geworden war, vor deren Toren das "Reichsmusterdorf" Jerstedt lag. Ein besonderes Erbstück aus dieser Zeit ist, dass sich auf dem Friedhof Hildesheimer Straße noch immer die (bombastische) Grabstätte des Reichsbauernführers Walther Darré befindet und gepflegt wird.

Die Ausbeutung von Fremd- und Zwangsarbeitern, insbesondere in der Montan- und Hüttenindustrie, z.B. im Rammelsberg, Goslars Schicksalsberg, in den Okerhütten sowie den Firmen Gebr. Borchers/H.C. Starck und anderen Werken (dokumentiert in unserer Wanderausstellung "Gebt uns unsere Würde wieder"), aber auch im Sprengstoffwerk Tanne in Clausthal-Zellerfeld und in den Metallwerken Silberhütte in Sankt Andreasberg, ist mit unterschiedlichem Kenntnisstand nachgewiesen und historisch aufgearbeitet. über das Schicksal der Juden, vor allem in der Stadt Goslar, haben Cramer und Lange lesenswerte Arbeiten veröffentlicht.

Durch Teile des Landkreises führten zu Kriegsende einige Evakuierungsmärsche von Häftlingen und Gefangenen aus den Konzentrationslagern oder ihren Außenstellen, die unmittelbar am Harzrand lagen, aber auch von weiter entfernt in den industriellen Ballungsgebieten an Rhein und Ruhr liegenden KZ. Umfangreich sind die Kapitel in der Literatur, die sich mit der Verfolgung und Drangsalierung politisch Andersdenkender befassen. Die 2001 erschienene Chronik von Astfeld mag beispielhaft dafür genannt werden.

Dank der tatkräftigen Mithilfe aus den Kommunen des Landkreises konnte für diese Erinnerungsstätten eine Reihe Materialien zusammengetragen werden, die zugleich zum eigenen Weiterforschen nach den "Fußspuren und Fingerabdrücken" einer beklemmenden Zeit ermuntern möchten. Erreicht werden soll aber ebenfalls, dass diese stummen Zeugen unrühmlicher deutscher Geschichte in den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts von Neugierigen und Interessierten aufgesucht werden. Sie "erzählen" ihre eigene Geschichte selbst; Wegebeschreibungen dorthin befinden sich bei den einzelnen Orten.

Bad Harzburg

Die Stadt Bad Harzburg hat Opfer des Faschismus auf verschiedene Weise geehrt. Sie hat zum einen einigen ein Denkmal in Form von Straßennamen gesetzt: Bad Harzburg hat darüber hinaus weitere Erinnerungsstätten geschaffen: über das Schicksal der unter 1.) und 2.) genannten Personen wird in der im Jahr 2000 von Harald Meier und Kurt Neumann herausgegebenen Harzburger Chronik berichtet.

Kontakt Stadt Bad Harzburg, Hauptabteilung, Herr Otte, Forstwiese 5, 38667 Bad Harzburg, Tel. 05322/74-120, Fax 74-278.

Braunlage

Die Stadt Braunlage hatte auf eine erste Anfrage hin zunächst jedwedes Vorhandensein von Gedenkstätten in Abrede gestellt. Erst auf gezieltes Nachfragen räumte sie ein, innerhalb ihrer Gemeindegrenzen über einen Gedenkort zu verfügen. In den Holz verarbeitenden Betrieben und im Granitsteinbruch wurden sowohl Kriegsgefangene als auch Zwangsarbeiter aus Osteuropa eingesetzt. Kontakte Stadt Braunlage, Postfach 1140, 38691 Braunlage, Ordnungsamt, Herr Langkabel, Tel. 05520/940-130, Fax 2229. Kreisheimatpfleger Karl-Günther Fischer, Dr.-Barner-Str. 2, 38700 Braunlage, Tel. 05520/581, Fax 05321/76-99409.

Goslar

Infolge ihrer etwas makabren "braunen" Vergangenheit im 20. Jahrhundert ("Reichsbauernstadt") weist die Stadt Goslar einige Gedenkstätten für die Opfer der Unrechtsherrschaft auf. An etlichen Stellen in der Kernstadt weisen Tafeln an Hauswänden auf die Leiden von vor allem jüdischen Mitbürgern in Goslar während des III. Reiches hin

Weitere Erinnerungsstätten gibt es in zwei weiteren Goslarer Ortsteilen: Weiterhin widmet nunmehr auch das Rammelsberger Bergbaumuseum in der umfangreichen und vielschichtigen Darstellung seiner über 1000jährigen Geschichte eine museumspädagogisch gut aufgearbeitete Abteilung der örtlichen Problematik der Zwangsarbeiter im Goslarer Bergbau zur Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft.

Kontakte
Stadt Goslar, Fachbereich Kultur- und Stadtgeschichte, Rosentorstraße 27, 38640 Goslar, Dr. Heidi Roch-Stübler, Tel. 05321/75 78 11, Fax 75 78 75.
Verein Spurensuche Goslar e.V., Vorsitzender Frank Jacobs, Oberer Triftweg 1, 38640 Goslar, Tel. 05321/41387, Fax 41347.
Wolfgang Janz, Wasserstraße 15, 38644 Goslar-Hahndorf, Tel./Fax 05321/81429.
Landkreis Goslar, Referat 12, Dieter Hunstock, Postfach 2020, 38610 Goslar/Harz, Tel. 05321/76-251, Fax 76-99251.


Langelsheim

In Langelsheims Industrie- und Gewerbebetrieben arbeiteten über 1000 Menschen während des 2. Weltkrieges als Fremd- oder Zwangsarbeiter.

Auf dem Langelsheimer Friedhof finden sich zwei Hinweise: Kontakte
Stadt Langelsheim, Hauptamt, Herr Lobach, Harzstr. 8, 38685 Langelsheim, Tel. 05326/50-471, Fax 50-477.
Renate Ristig, Innersteallee 21, 38685 Langelsheim, Tel. 05326/3435.


Samtgemeinde Oberharz

Die Bergstadt Clausthal-Zellerfeld war im April 1945 der Kreuzungspunkt zweier Todesmärsche: Vier Gedenkstelen des Wegzeichenprojektes Westharz sollen daran erinnern: Das KZ-Denkmal Hirschler Brink ist eingezäunt und liegt unmittelbar an der B 242 außerhalb des Ortes, in Richtung Braunlage fahrend linker Hand. Auf einem fast mannshohen Findlingsstein ist eine gitterförmige Metallplatte angebracht, deren Text daran erinnert, dass an dieser Stelle KZ-Häftlinge des Todesmarsches grundlos erschossen wurden.

Ehrenstätten für Polen und Ungarn sind auf dem Friedhof in Clausthal geschaffen worden.

Die bei den Pfauenteichen in der Nähe des Dorotheer Zechenhauses, 150 m von der B 241 kurz vor der Einmündung in die B 242, befindliche Kriegsgräberstätte nennt der Volksmund "Russenfriedhof", weil hier bei einem Luftangriff im Oktober 1944 insgesamt 44 zu Tode gekommene russische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter des Werkes Tanne beigesetzt wurden. Zwei Obelisken weisen auf das Geschehen hin und halten die Namen der Opfer in kyrillischer und lateinischer Schrift fest. Die Fläche ist dreieckig angelegt und von einer zwei Meter hohen Buchenhecke umgeben.

Der "Russenfriedhof" ist beim Näherkommen nicht gleich als solcher zu erkennen. Das Areal wird extensiv gepflegt, ist aber schwer zu finden, wenn überhaupt. Es sollte zukünftig durchgestaltet werden und eine andere Bezeichnung erhalten als die einer "Kriegsgräberstätte", was falsche Assoziationen auslöst. Diese Ruhestätte sollte den Pflegezustand bekommen wie die Fläche auf dem Clausthaler Friedhof an der Burgstätter Straße, die man mit dem großen "Kreuz 1945" zum Gedenken an die Ziviltoten der Luftangriffe eingerichtet hat.

Kontakt
Samtgemeinde Oberharz, Postfach 1052, 38668 Clausthal-Zellerfeld, Tel. 05323/931-105, Fax 05323/931-99105, Frau Ute Berndes.

Sankt Andreasberg

Die Bergstadt Sankt Andreasberg spricht von zwei von ihr betreuten Gedenkstätten für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft: Beide Parkanlagen sind der öffentlichkeit zugänglich. Der Friedhof befindet sich innerorts zwischen den Straßenzügen Schützenstraße/Schulstraße und Glückauf-Weg, nicht weit entfernt von der Kirche und der Stadtverwaltung; die Rehberg-Klinik liegt außerhalb Sankt Andreasbergs und ist über die Braunlager Straße zu erreichen.

Nach Durchsicht der Gräberliste kommt man zu einem etwas differenzierteren Ergebnis. Die allermeisten dieser Grabstellen entpuppen sich als solche von Soldaten verschiedenster Waffengattungen, die in den letzten Tagen des Krieges bei den Kämpfen um die "Festung Harz" den Tod fanden und hier bestattet wurden. Die Suche nach Spuren von Menschen, die zwangsweise hierher verschleppt und durch Arbeit ausgebeutet wurden, gestaltet sich schon schwieriger. Auch die Gräberliste - ansonsten korrekt geführt - gibt wenig Auskünfte. Einiges lässt sich jedoch herauslesen: Bei sechs Toten in den Gräbern 146, 150, 151 und 156 bis 158 sind sowohl die Namen der Toten als auch die Nationalität unbekannt, Todesdatum 14. 4. 1945. Es waren offensichtlich keine Wehrmachtsangehörigen, sonst wäre "Soldat", "Volkssturmmann" oder "OT-Mann" vermerkt worden.

Recht ausführlich sind die Angaben für Ilja Radonow in Grab Nr. 944. Er war russischer Kriegsgefangener, geboren am 15. 8. 1921 in Wolokomsk, gehörte zum Arbeitskommando 3547 und starb am 26. 5. 1944. Bekannt ist auch, dass der Hilfswillige der Deutschen Wehrmacht, der in Grab Nr. 80 beigesetzte Sergei Amosow, am 7. 10. 1924 in Leningrad (heute St. Petersburg) geboren wurde und nicht einmal 21jährig kurz nach Kriegsende am 19.7.1945 verstarb, offensichtlich als Folge von Verletzungen, die er sich während des Krieges zugezogen hatte.

Namen, Geburtstag und -ort sowie das Todesdatum sind von sechs Menschen festgehalten worden, die allgemein als "Arbeiter" bezeichnet werden. Auch sie waren zumeist sehr jung, als sie verstarben; das Lebenslicht von Alexandra S. verlosch einen Tag nach ihrem 19. Geburtstag. Wieviele Zukunftsträume sind damit zu Grabe getragen worden! Diesen jungen Menschen war es nicht vergönnt, leben zu dürfen:

Boris Dolbin (Grab 900), geboren am 7. 8. 1920 in Selenij. Pot., verstorben am 22. 3. 1943.

Alexandra Sawgorownja (Grab 938), geboren am 5. 12. 1924 in Majorowsk, verstorben am 6. 12. 1943 (Nikolaustag).

Valentina Mosgowa (Grab 967), geboren 1917 in Stezkika, verstorben am 29. 1. 1944.

Luca Iltjutschik (Grab 969), geboren 1900 in Kukiminschy, verstorben am 15. 3. 1944.

Maria Mizaj (Grab 1), geboren am 25. 2. 1925 in Polewaja, verstorben am 12. 6. 1944.

Dimitri Kriwtschenko (Grab 84), geboren am 5. 10. 1924 in Rastow, verstorben am 21. 03. 45.


Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich hier - jedenfalls zum Teil - um ZwangsarbeiterInnen der Metallwerke Silberhütte handelte.

Kontakt
Bergstadt Sankt Andreasberg, Postfach 40, 37442 Sankt Andreasberg, Herr Metzger, Tel. 05582/803-0, Fax 803-16.

Seesen

Im Bereich der Stadt Seesen gibt es drei Gedenkorte, die alle schon sehr lange bestehen. Sie wurden bereits unmittelbar in den ersten Jahren nach dem zweiten Weltkrieg, als es noch ein selbständiges Land Braunschweig gab, eingerichtet und an die öffentlichkeit übergeben. Zwei befinden sich im Zentrum der Kernstadt und eins im Stadtteil Münchehof: Beide Plätze liegen in der Stadtmitte, verbunden durch die Jacobsonstraße. Nach Information des Bürgermeisters Hubert Jahns hatte man diesem Stein während der NS-Zeit eine andere Verwendung zugedacht. Der Ortsrat von Münchehof will versuchen, zusammen mit der Stadt Seesen und dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge in den Jahren 2003/2004 eine Renovierung der Gedenkstätte zu erreichen.

Kontakt
Stadt Seesen, Museum, Herr Orend, Marktstr. 1, 38723 Seesen, Tel. 05381/48891, Fax 75261.


Vienenburg


Am Ende der Heilerstraße (von Stadtmitte kommend erste Straße rechts abbiegend von der Goslarer Straße, unmittelbar nach dem Bahnübergang) in der Nähe des Naherholungsgebietes Vienenburger See steht freistehend und gut sichtbar ein etwa 1,50 m hoher, unregelmäßig naturbelassener Granitstein mit Metallplatte (60 x 80 cm) auf der dem Weg zugewandten Seite; die erhabenen Buchstaben zeigen folgende Inschrift:

DIE WüRDE DES MENSCHEN IST UNANTASTBAR.
STADTRAT VIENENBURG ANNO 1988
WIR GEDENKEN ALLER BüRGER AUS
VIENENBURG, IMMENRODE, LENGDE,
LOCHTUM, WIEDELAH UND WEDDINGEN,
DIE AB 1933 WEGEN IHRER GESINNUNG
VERHAFTET, MISSHANDELT UND
öFFENTLICH GEDEMüTIGT WURDEN


Kontakt
Stadtverwaltung Vienenburg, Goslarer Straße 9, 38690 Vienenburg, Tel. 05324/88-0, Fax 88-91.

Literatur

| goslar || gedenken || gedenkstätten || landkreis || vienenburg || bad harzburg || braunlage || seesen || clausthal-zellerfeld || || 16674 Mal gelesen, zuletzt am 21.07.2019 um 22:14:58 |